Logbuch der Star Clipper: Abschied von der Karibik (Tag 7)

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Segeln in der Karibik - Star Clipper - Joerg Pasemann-218

Tag 7 an Bord der Star Clipper und ich könnte heulen. Das Schiff und die Crew wachsen einem wirklich ans Herz. Am Ende der Reise sind alle eine große Familie. Der Kapitän singt auf russisch und tanzt mit den Passagieren, die Gäste dürfen stundenlang das Schiff steuern, der Kellner im Restaurant weiß, was Du trinkst und alle mögen sich irgendwie. Kein Ausfall an Bord, lauter nette Menschen und eine traumhafte Kulisse. Wo bekommt man das sonst? Wehmut macht sich breit… Ich will noch bleiben!

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Als ich den ersten Tag an Bord war und mich mit meiner Kabine auseinandergesetzt habe, war mir noch nicht klar, wie toll das Schiff ist. OK, der Ausblick aus meinem Fenster war gewöhnungsbedürftig. Mal hatte ich das Gefühl, ich sitze an der Wasseroberfläche, mal sitze ich vor einer Waschmaschine und mal sitze ich im Aquarium.

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Trotzdem habe ich mich in der Kabine und an Bord sehr wohl gefühlt. Die Crew macht einem das Leben an Bord auch wirklich sehr leicht. Jede Frage wird beantwortet, um jedes Problem wird sich umgehend gekümmert. So oft es geht, mischen sich der Kapitän und seine Offiziere unter die Passagiere. Geduldig wird erklärt, wie das Schiff funktioniert. Es wird eigentlich ständig gesegelt, auch wenn manchmal der Motor zur Hilfe genommen wird. Das Segeln wird an Bord gelebt und die Crew ist die Seele des Schiffs. Ich habe sehr selten Menschen kennengelernt, die so freundlich waren. Nicht aufgesetzt, nicht genervt, einfach nur gut gelaunt und herzlich mit viel Spaß an der Arbeit. Toll und ein riesiges Kompliment ans Team. Das ist wirklich Champions-League…
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Unser letztes Ziel war auch gleichzeitig der Start der Reise um die Leeward-Inseln, die heute zu Ende geht. Leider, leider. Ich wäre gerne noch eine Woche geblieben. Auch wenn ich mir am letzten Tag am Strand von St. Marteen einen üblen Sonnenbrand zugezogen habe. Ich sehe aus wie ein frisch gekochter Hummer auf Ecstasy. Mein erster Weg in Deutschland wird in eine Apotheke führen. Aber egal, immerhin erkennt jetzt garantiert jeder, dass ich in der Sonne war.

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Hinweis: Ich wurde von der Reederei Star Clippers und John Will Kommunikation auf diese Reise eingeladen. Herzlichen Dank dafür.

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